Cantaloop Hamburg

Aktuelles

IMG_9625

Santa Fu und -Claus

Nervosität und Anspannung vor einem Chorauftritt sind nicht ungewöhnlich – zeigen sie doch, dass sich die SängerInnen, die in Kürze die Bühne betreten, intensiv vorbereitet haben, „abliefern“ wollen und mit vollem Herzen dabei sind. Anspannung war auch an diesem sonnigen Freitag spürbar, als sich Cantaloop auf einem Parkplatz im Hamburger Norden versammelte. Wenngleich diese bei vielen von uns noch etwas umfangreicher war als sonst. Und die durch folgende Aussagen nicht eben gemindert wurde:
„Haben Sie alle bereits Ihre Ausweise und Telefone abgegeben?“
„Nehmen Sie es nicht persönlich, wenn das Publikum mit verschränkten Armen auf den Stühlen sitzt und keinerlei Emotionen zeigt. Wenn Teile der Zuhörer aufstehen und den Raum mitten im Konzert verlassen, wenn geredet oder gefeixt wird. Viele werden Ihre Art von Musik nicht gewöhnt sein.“
„Nach dem Konzert bleiben Sie bitte so lange auf der Bühne stehen, bis die Zuhörer den Raum verlassen haben.“
„Und wenn irgendwo während des Konzerts ein Handy klingelt, muss ich die gesamte Veranstaltung abbrechen. Da kenne ich nichts!“

Weiterlesen

theatre-curtain

Vorhang auf für 2017!

Wir können das neue Jahr zwar noch nicht bis in den letzten Winkel ausleuchten, einige Cantaloop-Höhepunkte im ersten Halbjahr 2017 zeichnen sich jedoch schon jetzt deutlich ab. Und da geteilte Freude ja die schönste Freude ist, bitte jetzt den neuen Terminkalender einweihen – der möchte ja schließlich auch mit schönen Dingen gefüllt werden – und seien wir ehrlich: Der Eintrag „Cantaloop-Konzert“ liest sich einfach deutlich schicker als „Letzter Termin Abgabe Steuererklärung“.
Im Januar starten wir mit einem nicht-öffentlichen Auftritt an einem besonderen Ort- ein spannender Auftakt für den guten Zweck in der JVA Fuhlsbüttel im Rahmen des Projektes Kultur im Knast.
Mitte Februar tauchen wir ein weiteres Mal tief ein in die Ruhe eines Klinthofs-Chorwochenendes. Tutti, Sectionproben, Open Stage und viel musikalische Inspiration fernab vom Alltag.
Im März  kommen wir in den Genuss eines Exclusiv-Coachings durch Erik Sohn, seines Zeichens Coach, Arrangeur, Hochschuldozent und Chorleiter von Vocal Journey, die wir bei der letzten voc.cologne kennen gelernt haben. Eine echte Größe in der a cappella-Welt.
Das sollte uns doch den nötigen Schwung geben für unser Doppelkonzert am Samstag, 01. April. Cantaloop singt um 19 Uhr im Tor zur Welt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn so bezeichnet sich nicht nur Hamburg, unser Heimathafen, sondern auch ein neuer Konzertsaal in Wilhelmsburg. Zu Gast ist der Mariagerfjord Pigekor aus Dänemark, ein rein weibliches Ensemble in Perfektion! Sollte man gesehen haben!
Den Mai nutzen wir dann, um zu proben und uns einfach zu freuen, und zwar auf den Juni. Für den sechsten Monat reicht ein Stichwort: CD-Release! Jawoll! In herbstwochenendlanger Feinarbeit hat Cantaloop im Hamburger Konservatorium seinen ersten Tonträger erarbeitet – und nun muss das Ding einfach raus! Wann? Am Samstag, 17. Juni in heimeliger Clubatmosphäre im resonanzraum an der Feldstraße. Und da die Nächte auf St. Pauli bekanntlich lang sind, fangen wir erst um 21 Uhr an. Da bleibt vorher sogar noch Zeit für die Steuererklärung.
K5_S5189_bkl

Da sind wir wieder!

Cantaloop meldet sich zurück aus der Sommerpause – frisch erholt und voller Ideen für den Herbst! Dienstag versammeln wir uns zur ersten Probe – und bereits drei Tage später landen wir in unserem Klinthof-Chorwochenend-Idyll. So früh waren wir im Herbst noch nie dran und die Chancen stehen nicht schlecht, dass wir eine T-Shirt-Cocktail-Singe-Sommersause draus machen können. Daumen halten!
So ganz untätig waren wir (zumindest einige von uns) während der vergangenen Wochen nicht. An verschiedenen Orten der Stadt konnte man immer dienstags die Stimmen unserer unermüdlichen Feriensänger durch den Sommerwind erhaschen und unsere Videogalerie ist ebenfalls ordentlich gewachsen. Kimbra? Silje Nergaard? Michael Jackson? Und Co? >> Haben wir alles da – unsere Hommage an Stuttgart!
Wer das gut findet, darf (und sollte) das zeigen, teilen und den Daumen heben – >> unsere Facebookseite läutet den Countdown ein und versammelt in Kürze hoffentlich 1000 (in Worten: TAUSEND!) Fans, denen Cantaloop gefällt. Da möchte man doch einfach dabei sein, oder?
publikum_preisträgerbekanntgabe_stgt_chorfest

Stuttgarter Momente, Teil V: Ein Chor steht Kopf

Unsere Tage im Schwabenland waren nicht zuletzt auch deshalb so besonders, weil wir hier geographisches Neuland betraten – für uns ebenso uncharted waren natürlich auch die vielen Chorfans aus allen Teilen der Republik, die gemeinsam mit uns nach Stuttgart gereist waren. Nicht, dass wir nicht mit größter Freude für all jene singen, die uns schon kennen – aber ebenso gerne beglücken wir natürlich auch neue Ohren mit hanseatischen Cantaloop-Sounds. Im Rahmen unserer drei Tagesonzerte und auch des Wettbewerbsbeitrages hatten wir schon eine schöne Richtung eingeschlagen. Am heutigen Samstagabend wollten wir mit unserem Nachtklangkonzert zu perfekter Abendstunde gerne noch einen draufsetzen. Das Angenehme dabei: Keine Wettbewerbsnervosität, sondern (hoffentlich) einfach der „Perfect Pitch“ und ein ordentlicher Schwung Adrenalin.

Weiterlesen

Wettbewerb-fertig

Stuttgarter Momente – Teil IV: 400 Worte über 900 Sekunden

Wenn man sich wochenlang auf ein Ereignis vorbereitet, Zeit, Energie und Geduld investiert, probt, tüftelt und feilt, kommt irgendwann der Punkt, an dem alles getan ist. Oder, um es deutlicher zu sagen: „Das Ding will raus, Leute!“ ‚Das Ding‘ waren in unserem Fall 15 Minuten Wettbewerbszeit und unsere drei Vokalperlen, die einem zugewandten Publikum nebst Jury ein möglichst breites Spektrum davon zeigen sollten, womit Cantaloop sich jeden Dienstag ab 19:30 Uhr in der Aula einer Grundschule in Hamburg-Ottensen beschäftigt. Wir hatten Michael Jackson, Silje Nergaard und Kimbra ins Ländle mitgenommen, nebst einer kleinen Improvisation und kamen im letzten Durchlauf auf 14:48. Puh!

Samstag, 12.30 Uhr. Diese Zeit war bereits lange vor dem Wettbewerb in jedem einzelnen von uns verankert, und nachdem wir dem Theaterhaus einen ersten Besuch abgestattet hatten, konnten wir auch die finalen Fragen beantworten: Von welcher Seite gehen wir auf? In Reihen oder Blöcken? Wie groß ist die Bühne? Wie viele Podeste? Was macht die Akustik? (die Liste ließe sich lange fortsetzen und zeigt, dass Konzerte und Auftritte in der Vorbereitung weit mehr sind als „nur singen“- aber wem sagen wir das?)

Freitagabend war Finaldurchlauf im Anna-Haag-Haus, letzte Aufstellungswechsel, besonders knifflige Passagen und das Erinnern an Hinweise von Menschen, die uns im Laufe der Vorbereitung und auch davor ans Herz gewachsen sind (SCHLOCK! Danke, Katharina und Birte).

Dann: Rein in den Nachtklang, tolle Konzerte hören und sich auf den nächsten Tag freuen.

Samstag Vormittag schalteten wir einen Gang zurück, nahmen uns noch einen Kaffee und einen zweiten Teller Obst vom Buffet und wandelten dann bei herrlichstem Sonnenschein zum Theaterhaus, wo wir bereits (wie an allen unseren Auftrittsorten) von fürsorglichen EhrenamtlerInnen erwartet wurden. (Hut ab für diese logistische Meisterleistung, liebes Chorfest-Team!) Umziehen, Wasser trinken, in sich gehen- und dann Aufstellung und rauf auf die Bühne. Der äußerst freundlichen Begrüßung zufolge sitzen sehr, sehr viele Menschen im Saal (richtig zu erkennen war für uns im Lichtkegel nur die hochgeschätzte Jury.) „One… two… one, two, three…!“

GetränkeSEKEtwa 14 Minuten später. „Settle down“, unser letzter Beitrag verhallt in einem nicht eben leisen „Wo-o-o!“ der Damenstimmen. Stille. Jubel. Spannungsabfall. Wir fühlen uns von allen Seiten getragen und es soll den einen Sänger oder die andere Sängerin gegeben haben, dem/der kurzfristig die Augen feucht wurden… Und heiß war es. Im Saal ebenso wie hinterher draußen im Hof. Wie gut, dass Cantaloop über ein hochkompetentes Herrenkommitee verfügt, das quasi aus dem Nichts Getränke herbeizaubern kann. Ganz aufmerksame Besucher wollen nach dem Wettbewerb hinter dem Theaterhaus sogar eine Wolke Glückshormone aufsteigen gesehen haben, die irgendwann der Sommerwind verwehte.